Betreuung

Zeit für Gespräche, Spaziergänge und gemeinsame Aktivitäten — gegen Einsamkeit und für Lebensqualität, gerade bei Demenz.

Was ist Betreuung?

Betreuung ist das, was über die reine Pflege hinausgeht: gemeinsam einen Kaffee trinken, einen Spaziergang durch den Park machen, alte Fotoalben ansehen, eine Runde Mensch-ärgere-dich-nicht spielen. Es geht um menschliche Zuwendung — und darum, dass aus einem Tag nicht „nur ein weiterer Tag” wird, an dem niemand vorbeischaut.

Besonders bei Menschen mit Demenz hat Betreuung eine wichtige Funktion: Sie sorgt für Aktivierung, hält das Gedächtnis wach und gibt dem Tag Struktur.

Wer übernimmt die Kosten?

Es gibt mehrere Wege. Der einfachste ist der Entlastungsbetrag nach §45b SGB XI: 131 Euro im Monat, die jeder mit Pflegegrad 1 oder höher von der Pflegekasse bekommt. Diese Mittel sind speziell für Entlastungs- und Betreuungsleistungen gedacht und verfallen, wenn sie nicht abgerufen werden — bis zu sechs Monate übertragbar.

Ab Pflegegrad 2 lässt sich Betreuung außerdem über die regulären Pflegesachleistungen abrechnen. Wir schauen mit Ihnen, welcher Weg in Ihrer Situation am besten passt — und übernehmen die Abrechnung.

Was leisten wir konkret?

Wir kommen für ein paar Stunden, ein- oder zweimal pro Woche, je nach Bedarf. Was wir machen, richtet sich nach Ihren Wünschen und Möglichkeiten: Wir hören zu, wenn Sie erzählen möchten. Wir gehen mit Ihnen spazieren, wenn das Wetter passt. Wir backen einen Kuchen, lesen aus der Zeitung vor oder gehen gemeinsam zur Friseurin um die Ecke.

Bei Demenzpatienten arbeiten wir mit biografieorientierten Methoden: Wir greifen Themen auf, die früher wichtig waren — der Beruf, die Hobbys, die Familie. Das schafft Vertrautheit und gibt Sicherheit.

Für wen geeignet?

Betreuung ist für Senioren, die alleine leben und an stillen Nachmittagen die Wände hochgehen. Für Demenzkranke, die Aktivierung und Begleitung brauchen. Und für pflegende Angehörige, die mal in Ruhe einkaufen, ihre Hobbys pflegen oder einfach durchatmen möchten, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.

Wie geht es weiter?

Manchmal ist der erste Schritt der schwerste — Hilfe annehmen, jemand Fremdes ins Haus lassen. Wir machen das so behutsam wie möglich. Rufen Sie uns an, lassen Sie uns reden, kostenlos und unverbindlich. Wir kommen vorbei und schauen, ob die Chemie stimmt.

Persönlich. Verlässlich. Vor Ort.

Lassen Sie uns reden — kostenlos und unverbindlich.

Wir nehmen uns Zeit für Sie, kommen auf Wunsch zu Ihnen nach Hause und besprechen in Ruhe, was Sie brauchen.